„Das erste Glockengeläute wurde am ersten Kirchweihfest, am 2. Oktober 1892, geweiht. Das Geläute stammte aus der Gießerei Bour und Gueuser aus Metz. Es umfasste drei Glocken in F, G, A mir einem Gesamtgewicht von 2159 kg. Am 17. April 1917 wurden die beiden schwersten Glocken vom Reichsmilitärfiskus beschlagnahmt.
Das zweite Geläute im Gewicht von 3000 kg wurde 1922 von der Firma Aug. Mark-Brackscheid geliefert. Die Hoffnung, dass diese Glocken nicht mehr das traurige Schicksal ihrer Vorgängerinnen erleiden möchten, sollte sich nicht erfüllen. Der Kriegsausbruch 1939 ließ sofort die entsprechenden Befürchtungen aufkommen. Eine starke Einschränkung des Läutens im November, durch die damalige Regierung verfügt, bereitete schon langsam auf das Schweigen der Glocken vor. 1942 verstummten die beiden schweren Glocken und traten ihre traurige Reise in die Glockenvernichtungslager an.
Das dritte Geläute wurde 1950 von der Fa. Georg Paccard in Annecy geliefert in der gleichen Tonfolge wie das vorherige (dis, fis) zu der vorhandenen Glocke gis, (dis = 1550 kg, fis = 875 kg, gis = 550 kg).
Während des Baues der neuen Kirche wurde immer wieder der Wunsch nach Vergrößerung des Geläutes vorgebracht. So beschloss der Kirchenvorstand am 22. Mai 1960 die Anschaffung von zwei weiteren Glocken auf den Ton cis und ais. Die werden wie die vorhandenen von der Firma Paccard gegossen, der auch die Lieferung des neuen Glockenstuhles übertragen wurde. Nach der vorgesehen Glockenweihe am Feste Maria Himmelfahrt wird das ganze Geläute seine neue Wohnung beziehen und dann hoch im Turme seine mächtigen Stimmen Gott zur Ehre und uns zur Freude und Mahnung erklingen lassen“.
Das Glockengeläute

